Liebe Freundinnen und Freunde von Bluatschwitzblackbox
Es ist stets ein mulmiges Gefühl, vor den Vorhang treten zu müssen, wenn das Publikum eine künstlerische Erbauung erwartet und stattdessen mit einer profanen Wirklichkeit konfrontiert werden muss. Diesmal lautet diese kurz und bündig: „Es ist so weit! Das Ende ist da.“ Was im Jahre 2009 mit der Uraufführung des philosophischen Dramoletts WITTGENSTEINS TOD begann, endet nun, 18 Jahre später, mit einer radikalen Neufassung von Richard Wagners meistgespielte Oper LOHENGRIN: “DAS LOHENGRIN PROJEKT.“
Wie damals versuchen wir auch heute, der ernsten Angelegenheit mit ein wenig Humor beizukommen. Wie das gelingen kann, wollen wir jetzt noch nicht verraten. Was wir aber versprechen können, ist:
Ihr werdet Euch wundern!
In den vergangenen 18 Jahren hat sich die Welt stärker und tiefer verändert, als je zu erwarten gewesen wäre. Dass dieser Umbau, der ja vor allem ein Abbau, um nicht zu sagen – ein Abriss – geworden ist, auch Veränderungen in der Kunst bewirken muss, ist klar. Die geistige Welt ist an den Rand gedrängt. Die Gründe dafür sind vielfältig. Wer aber auch nur hie und da aufmerksamer in die diversen Medien hineinhorcht, schaut oder liest, kann sich des Eindrucks eines überall immer heftiger, um sich greifenden Verfalls, nicht verwehren. Im Schatten solcher Krisen ist jede Stimme, die sich wehrt, wichtig. Auch wir werden neue Möglichkeiten suchen, weiterhin unseren Beitrag zu leisten. Auch wenn man uns den Bühnenbretterboden, der ja bekanntlich die Welt bedeuten soll, sozusagen unter den Füssen weggezogen hat. Unsere Homepage soll in Zukunft vermehrt Auskunft über unsere Tätigkeiten und Pläne geben und eventuell Einladungen aussprechen an diesen teilzunehmen. In diesem Sinn haben wir für diese Abschiedssaison unserem zentralen LOHENGRIN PROJEKT, einiges uns wichtig erscheinende zur Seite gestellt. Damit im Ausklang bereits ein Auftakt hörbar wird.